Yunus Cimen fing 1998 an Musik zu machen. Zuerst begann er nur mit ein paar Freunden zu rappen. Früh realisierte Yunus aber, dass er sich mehr dafür interessierte, Beats zu produzieren und Aufnahmen zu machen. Obwohl seine Anfänge bescheiden waren, ließ er sich nicht entmutigen, ganz im Gegenteil, er tauchte tiefer in die Materie der Audioproduktion ein. Mit Hilfe seines ehemaligen Partners Eko Fresh fing Yunus an, Geld mit Aufnahmen und Mischungen zu verdienen. Sein Durchbruch war im Jahr 2005, als ihn der Rapper Bushido fragte, sein Album zu mischen und aufzunehmen. Es wurde das erfolgreichste Rap-Release in Deutschland in diesem Jahr. „In dieser Zeit entstand meine echte Hingabe für das Mischen von Musik“ sagt Yunus. Ab diesem Moment wurde er immer erfolgreicher, in den Jahren 2014, 2015 und 2016 mixte er insgesamt 15 Alben, die auf #1 der deutschen Charts landeten.

Yunus betreibt ein Studio in Düsseldorf. Mit dem Hauptfokus auf Mixing und Mastering, bietet er für ausgesuchte Künstler auch Aufnahmen an. Sein musikalischer Hintergrund führt logischerweise dazu, dass er hauptsächlich an Hip-Hop-Produktionen beteiligt ist, aber Pop- oder sogar Rock-Produktionen werden mehr und mehr von ihm gemixt. Yunus ist zudem auch mit dem Mischen und Mastern von Werbemusik beschäftigt, ein relativ neues Feld für ihn, er sagt: „ Es macht total Spass und unterscheidet sich in der Herangehensweise“. Zu seinen letzten Projekten gehört das Album „Eros“ von RIN, welches den Award „Bestes Album 2017“ erhalten hat.

Laut Yunus wird ein Projekt für ihn erfolgreich, wenn er in der Lage ist, die Emotionen der Musik, die der mischt und mastert, zu verstehen und diese weiterzuführen um den Song „komplett“ zu machen. Yunus sagt „um meine Vorstellung zu verwirklichen, brauche ich ein zuverlässiges und gut klingendes System“. In diesem Fall eine UA Apollo 16 und ein Crane Song Avocet IIA für die Wandlung und das Monitoring in Kombination mit einem Paar Focal Twin6 Bes und Amphion Two18 Monitoren mit dem BaseOne25 System. „ Als aller erstes muss ich mich auf meinen Raum und mein Lautsprechersystem verlassen können, da für mich die Übersetzung meiner Mixe und Master zu den wichtigsten Dingen gehört“ sagt Yunus. Um in Hochphasen die Mischung für teilweise 40 Songs im Monat zu machen braucht Yunus ein System, auf das er sich verlassen und schnell zwischen Projekten wechseln kann. „Das ist der Grund, warum ich niemals komplett analog arbeiten würde“, sagt er. Die wenige analoge Hardware in Yunus’ Hybridumgebung besteht aus einem Rupert Neve Portico II MBP, einem Paar API 550A und einem Tubetech CL1b.

Als sein letzter Studiopartner auszog, nahm er fast das ganze Equipment mit, einschliesslich der Lautsprecher. Yunus war zu dieser Zeit in mitten eines Projekts und hatte keine Zeit um verschiedene Optionen auszuprobieren. „Ich las mich ein bisschen ein und kam nicht an dem Hype der Amphion Lautsprecher vorbei“, sagt Yunus. So entschied er sich, die Two 18 Studio Monitore und das BaseOne25 System zu bestellen. „Als ich die Two18 auspackte, war ich erschrocken wie klein diese waren. Ich war an grosse ATC 150er gewöhnt. Nachdem ich die Lautsprecher das erste Mal aufgestellt und dann gehört habe, war ich überwältigt. Sie funktionierten viel besser in meinem Raum und klangen nicht im geringsten nach ‚kleineren‘ Lautsprechern“, fügt Yunus hinzu.

Er beschreibt das Stereobild der Amphions als „messerscharf“. „Ich kann jedes Element in seiner Position von links nach rechts, vorne nach hinten und sogar irgendwie von unten nach oben hören. Sowas habe ich noch nicht erlebt! Die Kombination aus den schnell reagierenden Two18s und dem straffen BaseOne25 System gibt mir ein enthüllendes Bild von dem, was ich mache und hilft mir meine Ziele schneller zu erreichen“, erzählt Yunus und fährt fort: „ Ein anderer sehr wichtiger Faktor für mich ist, das es Spass macht, einfach auch mal Musik zu hören. Die Kombination, analytisch und auch ein bisschen nach Hifi zu klingen finde ich genau richtig.“

Yunus sagt, dass er nach dem Prinzip „beim Mischen ist weniger mehr“ arbeitet. Mit den Amphion Studio Monitoren kann er dies umsetzen. „Mir ist aufgefallen, dass ich weniger Plugins als vorher nutze und Projekte schneller beende. Als ich den ersten mit den Amphions gemachten Mix im Auto hörte, realisierte ich, dass dieses Lautsprechersystem um einiges besser übersetzt als mein altes“ fügt er noch hinzu.

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